Wasser sinnvoll nutzen

  • Rasen und Pflanzen immer erst am Abend gießen. Das spart Wasser, weil die Verdunstung geringer ist als untertags.
  • Duschen statt baden. Für ein Vollbad braucht man rund 150 Liter Wasser, beim Duschen nur etwa 40 Liter.
  • Wasserhahn beim Einseifen unter der Dusche, beim Zähneputzen, Händewaschen oder Geschirrspülen immer abdrehen.
  • Autos in Waschanlagen waschen. Dort werden die Abwässer ordnungsgemäß entsorgt und das Grundwasser daher nicht verunreinigt.
  • WC-Spülkasten mit "Stopp-Vorrichtung" verwenden. Pro Spülung verbraucht man damit nur bis acht (sonst bis zwölf) Liter. Eine rinnende WC-Spülung sofort reparieren lassen (verschwendet bis zu 720 Liter Wasser pro Tag).
  • Wasch- und Spülmaschinen möglichst nicht halbvoll in Betrieb nehmen. Warten Sie, bis die Maschine voll ist.
  • "Wassersparende" Armaturen verwenden. Thermostate einbauen (gewünschte Temperatur wird rascher erreicht) und einen (auch nur leicht) tropfenden Wasserhahn sofort reparieren lassen. Ansonsten fließen bis zu 40 Liter Wasser pro Tag sinnlos in den Abfluss.

Trinkwasserverordnung

Die Trinkwasserverordnung ist eine Verordnung des Bundesministeriums welche die Qualität des Wassers für den menschlichen Gebrauch festlegt. Diese Verordnung verhindert eine potentielle Gefährdung der menschlichen Gesundheit. Anhand von festgelegten Parametern und Indikatorparametern werden Anforderungen an die Wasserqualität definiert.

Wasserhärte

Der Gehalt an Magnesium- und Kalziumionensalzen bestimmt die Gesamthärte des Wassers. Je höher der Gehalt ist, desto härter ist das Wasser. Der Gehalt wird in „dH°“. (deutschen Härtegraden) angegeben.


Die 3 Härtestufen nach der Verordnung der Waschmittelkennzeichnung:

  • 0 - 10° dH-weiches Wasser
  • 10 - 16° dH-mittel hartes Wasser
  • über 16° dH-hartes Wasser

Trinkwasserqualität

Wasser welches für den menschlichen Gebrauch bestimmt ist, unterliegt der Trinkwasserverordnung. Laut dieser Verordnung muss Trinkwasser gefahrlos  für die menschliche Gesundheit getrunken und verwendet werden können. Zuständige Behörden kontrollieren anhand von Probenahmen die Wasserbeschaffenheit und stellen eine optimale Wasserqualität sicher.

pH-Wert

Der pH-Wert bestimmt den Charakter von Wasser, welcher durch die gelösten Stoffe beziehungsweise die Wasserhärte definiert wird. Dieser Wert kann zwischen leicht sauer, neutral oder basisch schwanken.


Der pH-Wert von Wasser kann je nach Härtegrad zwischen 6,0–8,5 pH liegen. Im Vergleich dazu liegt Zitronensaft bei einem Wert von 2,4 pH( sauer) und Natronlauge bei 14 pH (basisch).

Parameterwerte

Parameterwerte sind zulässige Höchstkonzentrationen, die nicht überschritten werden dürfen. Werden diese Werte überschritten, entspricht das Wasser nicht mehr den Anforderungen der Trinkwasserverordnung. Es ist dann nicht mehr als Trinkwasser geeignet. 

Indikatorparameter

Indikatorparameterwerte sind Richtwerte für die Wasserbeschaffenheit. Bei einer Überschreitung dieser Werte (Inhaltsstoffen, Mikroorganismen oder Strahlenaktivitäten) sollte die Ursache festgestellt und regelnde Maßnahmen eingeleitet werden.

Wasseraufbereitung

Wasserversorger liefern einwandfreies Trinkwasser, wozu sie vom Gesetzgeber angehalten sind. Die Wasserqualität unterliegt einer permanenten Kontrolle. Nur 2-5% des im Haushalt verwendeten Wassers wird zum Trinken und Kochen benutzt. Den weitaus größten Teil des Wassers benötigen wir zur Körperpflege, zum Reingingen und für die Klosettspülung. Nur beim Erwärmen scheidet hartes Wasser Kalk ab, der sich vornehmlich an den Wärmetauschern, an Rohrwänden und Armaturen festsetzt.

Aggressive Wässer verursachen Korrosionen im Leitungssystem, die teure Folgeschäden nach sich ziehen können. Deshalb muss Wasser - je nach natürlicher Zusammensetzung und der geplanten Verwendung - gegen Kalkverhinderung oder zum Schutz von Korrosionsfolgen aufbereitet werden.

Der Einsatz einer Wasseraufbereitungsanlage erfolgt jedenfalls erst nach Vorliegen einer Wasseranalyse.

Destilliertes Wasser

Unter Destillation versteht man Verdampfen und eine anschließende Kondensation. Destilliert man Wasser führt das zu einer Befreiung des Wassers von Mikroorganismen, natürlichen Spurenelementen und Salzen.