Verlässliches Trinkwasser für Generationen, auch in Zeiten des Klimawandels und bei Wetterextremen
Um dieses Ziel abzusichern, hat der Wasserverband Lannach - St. Josef unter der Führung von Obmann und Bürgermeister ÖkR Josef Niggas einen historischen Beschluss gefasst. In der jüngsten Mitgliederversammlung am 2. Juni stimmten alle anwesenden Mitgliedsvertreter aus Lannach, St. Josef und Stainz einstimmig für die Gründung und den Beitritt zum neuen überregionalen „Wasserverband Transportleitung Weststeiermark“ (WVTLW). Damit wird der Weg für eines der wichtigsten und größten Infrastrukturprojekte des Bezirkes Deutschlandsberg geebnet.
38 Kilometer für die Versorgungssicherheit
Das Herzstück dieses Jahrhundertprojekts ist eine rund 38 Kilometer lange neue Wasser-Transportleitung, die sich vom Hochbehälter Dobl über Oisnitz, St. Josef, Teipl und Schlieb nach Stainz, Rassach, Frauental, Deutschlandsberg bis Sulberegg/St. Martin im Sulmtal erstrecken wird. Sie bildet künftig das Rückgrat der Trink-, Nutz- und Löschwasserversorgung in der gesamten Weststeiermark. Mit einer Kapazität von bis zu 200 Litern pro Sekunde können so Wasserressourcen überregional vernetzt und ausgetauscht werden.
„Die Anforderungen an unsere Wasserinfrastruktur wachsen enorm. Allein an einem Spitzentag im Mai dieses Jahres verzeichneten wir im Verbandsgebiet Lannach – St. Josef einen Verbrauch von 1,85 Millionen Litern innerhalb von 24 Stunden“, verdeutlichte Geschäftsführer Martin Niggas in der Sitzung die aktuellen Herausforderungen. Der Zusammenschluss sei eine Plattform für die zukunftssichere wasserwirtschaftliche und technische Zusammenarbeit.
Neben dem Wasserverband Lannach - St. Josef sind fünf weitere starke Partner an dem Großprojekt beteiligt: der Wasserverband Umland Graz (als größter Anteilseigner), der WV Koralm, der WV Stainztal, der WV Eibiswald-Wies sowie die Marktgemeinde Stainz.
Millionen-Investition dank Landesförderung
Die Gesamtkosten für die Transportleitung belaufen sich auf rund 24,2 Millionen Euro. Einen wesentlichen Schub erhält das Vorhaben durch die Einbettung in die Initiative „Wassernetzwerk Steiermark 2050“: Die Verbandsmitglieder nutzen eine einmalige Gelegenheit, da das Land Steiermark das strategisch wichtige Projekt mit einer Sonderförderung von 50 Prozent unterstützt. Weitere 10 Prozent steuert der Bund bei.
Der Wasserverband Lannach - St. Josef, der im neuen „Wasserverband Transportleitung Weststeiermark“ einen Anteil von 7,5 Prozent hält, übernimmt Investitionskosten in Höhe von rund 1,81 Millionen Euro. Durch die hohen Förderungen reduziert sich der tatsächliche Eigenmittelbedarf auf rund 726.000 Euro.
Lokale Vertreter im neuen Führungsgremium
Die formelle Gründung des überregionalen Bau- und Betriebsverbands fand kurz nach der lokalen Beschlussfassung, am 9. Juni, statt. Als Delegierte für den Wasserverband Lannach - St. Josef ziehen Obmann und Bürgermeister ÖkR Josef Niggas (als Stimmführer) sowie Geschäftsführer Martin Niggas in das neue Gremium ein.
Neben den Vorbereitungen für das Großprojekt, dessen Baubeginn für Mitte 2027 geplant ist, treibt der Wasserverband auch im eigenen Netz die Modernisierung weiter voran.
Ehrenobmann Karl Walter brachte die Aufbruchsstimmung am Ende der Sitzung auf den Punkt: Er sprach der Führung und den Mitarbeitern seinen Dank aus und wünschte für die anstehende Errichtung der Transportleitung Weststeiermark viel Erfolg und ein gutes Gelingen.
von links nach rechts: Gemeinderat Samitz Bertram, Gemeinderat Müller Gerald, Gemeinderat Högler Franz, Bernd Hoffmann, Bgm. Gangl Alois, Baier José , Niggas Gundula, Geschäftsführer Niggas Martin, Gemeinderat DI Stary Franz, Bgm. ÖkR Niggas Josef, Gemeindrat Ing. Lamm Roberto, Gem.Vorstand Schwar Silvia, Ehrenobmann Walter Karl, Gemeinderat Ing. Flecker Gerhard, Gemeindekassier Damberger Thomas, 1. Vizebgm. Sauer Robert, Gemeinderat Rumpf Gottfried, 2. Vizebgm. Lepaj Gerhard, Vizebgm. Aichhofer Stephanie